Und wieder muss ich feststellen, dass ich ein ganz schlechtes Timemanagement habe. Für Sintra hätte ich locker drei Tage einplanen können. Ausgesprochen schade, weil ich aus dem Camper Forum extrem viele tolle Tipps gerade für den Bereich Lissabon und Sintra bekommen habe. Ich hätte zwar noch die Option, aber das wird mir hier dann auch ein bisschen zu teuer. Allein 30 Euro für Uber hin- und zurück. Für zwei große Sehenswürdigkeiten 50 Euro und den CP gibt es auch nicht für umsonst. Dazu noch der ÖPNV vor Ort (schlappe 11 Euro – dafür aber für den ganzen Tag).
Wie gesagt, ich wusste, dass die beiden großen Hot Spots Zeit brauchen. Trotzdem völlig über das Ziel hinausgeschossen. Insgesamt war ich sowieso knapp 12 Stunden unterwegs und mehr hätte ich heute auch nicht mehr geschafft. Insgesamt knapp 25.000 Schritte. Reicht.
So, jetzt aber zum wesentlichen, Bilder.
Beim ersten Stopp wollte ich eigentlich ins Moorish Castle. Hingelaufen bin ich auch und habe die paar Schnappschüsse aufgenommen:





Die Gegend war sehr Mystisch und vor allem sehr grün. Das gilt allerdings für ganz Sintra.
Blöderweise musste man aber die Tickets für den Pena Palace mit Zeitfenster buchen. Den Termin hätte ich aber nicht geschafft, bei den chaotischen Verkehrsverhältnissen hier. Sowas habe ich auch noch nicht gesehen. Und dass, obwohl am Berg Autofahren nur sehr eingeschränkt erlaubt ist. Aber die TukTuk behindern auch ständig.
Palacio de Pena:








Im Schloss:
















Insgesamt total überfüllt und würde ich wohl auch nicht nochmal machen. Die Organsiation ist das Chaos pur und nachdem ich mal gefragt habe, warum wir jetzt so lange warten müssen (mehr als 30 Minuten trotz Zeitfenster), entschuldigte sich der Mitarbeiter (der ja nun nichts dafür kann), dass sie ein neues Einlasssystem hätten, das so noch nicht funktioniert.
Weiter also zum Quinta da Regaleira. Gleiches Problem: Zeitfenster musste gebucht werden. Obwohl ich aber über 1,5 Stunden zu spät dran war (habe mich bei der Buchung verklickt), hat man mich reingelassen. Das wiederum war toll da. Wenngleich ich mein Knie ob der vielen Treppen, Steigungen, Abwärtswege deutlich spüre.
Der „Park“ ist grandios. Deshalb bin ich auch sehr sehr lange dort gewesen. Ich fürchte, auf den Bildern kommt das nicht ganz so gut raus.Das Schloss an sich ist langweilig, da gibts keine Bilder.





























Auf den Touri Bus muss man natürlich auch immer mal warten. Na ja, genauer gesagt, ihn erst mal finden. Mein Orientierungssinn war schon mal besser. Auf der Suche nach dem Bus:


Den Busfahrern zolle ich meinen allergrößten Respekt. Das ist da hoch eine absolute Serpentinenstrecke mit Steigungen von 10%. Die würde ich nicht mal mit dem Motorrad gern fahren wollen. Fußgänger an dieser Stelle müssen sich an die Felswand drücken damit der Bus durch kommt. Hier mal ein paar Eindrücke der Straßen, die die so fahren. Teilweise sogar mit Gegenverkehr.



Auf diesem Bild sitze ich auf der Beifahrerseite:

Lustig fand ich die Begebenheit, dass auf der Hinfahrt ein TukTuk eine Reifenpanne hatte. Das der Bus überhaupt vorbei kam ist mir immer noch ein Rätsel. Aber der Busfahrer hatte seinen Spaß. Sinngemäß „na heute sind sie ja gut drauf, das ist schon der Dritte“ mit einem freudenstrahlenden Lächeln.
Und nun noch die üblichen Kleinigkeiten am Rande:
So gut wie kein Uber Fahrer spricht Englisch. Das hat zur Folge, dass ich immer wieder an falschen Plätzen abgesetzt werde und mir die Wege zum eigentlichen Ziel selbst suchen (und erlaufen) muss. Heute hatte ich nur Busbahnhof angegeben. Dort wo die Linie 434 abfährt. Tja, der Fahrer wusste aber scheinbar nicht wirklich wo sie abfährt…..
Hier, Richtung Norden, fallen allmählich die deutschen Touris ein. Heute habe ich ständig Deutsche gehört und gesprochen.