Am Sonntagmorgen ging es – wie immer verspätet – endlich los. Nach dem Durcheinander der letzten Tage allerdings ziemlich tiefenentspannt.
Geplant hatte ich im Großraum Freiburg Pause zu machen. Ich war aber noch gut drauf und bin noch etwas weitergefahren. Irgendwo in der Gegend von Offemont in Frankreich. Ziemlich unspektakulär. Am nächsten Morgen ging es weiter Richtung Süden.
Als Übernachtung hatte ich einen kleinen, aber ziemlich feinen, CP namens Camping les Rousilles. Die Küche war der Hit. Vorspeise: eine gegrillte Kalamari in einer mega Knoblauchsoße, danach ein Capriccio und zur Krönung Filet Mignon. Dazu ein schönes Glas Rotwein… sehr schöner CP.
Die Fahrerei war nicht ganz so einfach. Ich habe auf jedes Geräusch an meinem Schröder reagiert. Mal hat irgendwo gequietscht, mal dachte ich der Motor läuft unrund…. Ich bin ein Held darin, mich verrückt zu machen. Allerdings war es eine Tatsache, dass es von der Hinterachse nach verbranntem Gummi roch. Das kenne ich aber schon aus Schweden, nehme ich nicht mehr ernst. Nebenbei, seit gestern ist das wieder weg.
Dann wurde es allerdings Ernst. Es piepte wieder. In Unregelmäßigen Abständen und ich musste sofort an mein Stromchaos denken. Genau so hat es sich da auch angehört. Diesmal bin ich allerdings recht ruhig geblieben. Trotzdem musst ich der Sache auf den Grund gehen.
Bei jedem Stopp habe ich hinten die Elektrik kontrolliert. Die App Anzeige meiner Elektrikkomponenten war mein „stündlicher“ Begleiter…. Nichts.
Irgendwann – und ich erlaube es euch auch herzhaft zu lachen – bin ich drauf gekommen. Ich habe einen automatischen Mautscanner (Bip&Go) an Board. Wann immer ich an eine Mautstation komme, kann ich einfach durchfahren. Was mir aber absolut nicht bekannt war ist, dass es mittlerweile auf einigen Autobahnen elektronische Mautgeräte ohne direkte Mautstelle gibt. Und genau das war das Piepen. Immer wenn ich einen dieser elektronischen Punkte passiert habe, hat es eben gepiept. Als Hinweis darauf, dass die Mautregistrierung funktioniert hat.
Der heutige Plan war eigentlich bis nach Salamanca zu fahren. Völlig utopisch, ich bin doch nicht auf der Flucht, sondern im Urlaub. Selbst wenn ich gestern weiter gefahren wäre (mein Ziel war eigentlich noch 150 km entfernt), so hätte ich es trotzdem nicht geschafft. Bei 31 – 33 Grad Außentemperatur und permanenten max. 110 kmh unterschätzt man – also ich – so etwas schon mal.
Kurz und gut: ich habe mich dann entschieden einen kurzen Abstecher nach San Sebastian zu machen. Ziel war klar und in Maps eingerichtet. Was ich aber nicht wusste, dass es da besondere Umweltzonen gibt, für die man sich als Externer wohl gesondert registrieren lassen muss (zumindest habe ich die Schilder so verstanden). Ich habe dann das auch abgebrochen und bin jetzt auf einem schönen CP (den ich in der Hauptsaison aber nicht besuchen möchte) mit Blick auf den Atlantik. Die Strecke hierher war landschaftlich wunderschön, aber aufgrund der ziemlich schmalen Straßen blieb da keine Möglichkeit Bilder zu machen.
Essen war hier so lala, aber gut, lag nur an meiner Faulheit selbst was zu machen.
Ein paar wenige Bilder:

Irgendwo unterwegs



Atlantik (Biskaya)




