Cordoba – Caminito del Rey – Ronda

Obwohl ich bezüglich des Lärms einiges erwartet habe, war es erstaunlich ruhig. Da waren die Leute auf der Terrasse, die etwa 30 Meter entfernt ist, deutlich lauter. Aber alles gut.

Ich hatte mir schon lange im Vorfeld überlegt, dass ich den Camineto del Rey laufen möchte. Dort sind Holzstege an den Berghängen gebaut worden. Das gab es auch früher schon, aber da war das ein relativ gefährlicher Weg. Hier wurden die Eisenbahn und Wasserinfrastruktur gebaut im 19. und 20 Jahrhundert gebaut. Wer es genauer wissen will muss selbst nachsehen. Ein ganz erstaunliches – neben vielen anderen, die unsere Führerin uns auf Englisch erzählte und die wirklich gut war – ist, dass es beim Bau dieser Anlagen keine Toten zu beklagen gab, wie das oft bei so gefährlichen Werken üblich war. Einer der zwei Toten die es beim Bau gegeben haben soll war einer, der eine Zigarette – übrigens seine letzte – vor dem Sprengstofflager rauchte.

Jetzt aber Bilder:

Ich habe ja nun gar keine Angst vor Höhen oder Hängebrücken. Auf dem letzten Bild sieht man den Abschluss der Wanderung. Da meinte allerdings ein Spaßvogel hüpfen zu müssen. Das war nicht schön. Nett fand ich allerdings das Mädel, die oft vor mir ging. Sie hat Höhenangst und hat das mit Bravour gemeistert. Vorsichtig, aber geschafft. Respekt dafür.

Die Wanderung war mit drei Stunden angekündigt, nach zwei Stunden waren wir wieder am Ziel. Bis der Shuttlebus kam und ich wieder an meinem Auto war, war es gerade mal um halb zwei rum. Für mich viel zu früh um auf dem CP zu sitzen. Wenngleich ich mir das vorgenommen hatte, muss ja auch mal bisschen Erholung sein. Aber die knapp 8 km waren wir mir noch zu wenig, also bin ich nach Ronda gefahren. Das habe ich auch nicht bereut, wenn man die Temperaturen von ca. 36 Grad einfach mal ausblendet. Insgesamt bin ich heute wohl locker auf 15-16 km Laufen gekommen.

Hier aber die Bilder von Ronda:

Ich war das erste mal in meinem Leben in einer Stierkampfarena. Nicht, dass ich sowas gut finde, aber ein bisschen neugierig war ich schon. Es finden nach wie vor zu speziellen Gelegenheiten Stierkämpfe statt, aber das ist eher die Ausnahme. Die Arena wird auch für Reitgveranstaltungen genutzt. Die Ställe werden aktuell restauriert, daher keine Bilder. Reiteruniformen aus verschiedenen Zeiten:

Nun der Stierkampfteil. Bild drei ist die Kapelle, wo die Torreros vor dem Kampf ihr Gebet gesprochen haben:

Diverse Torero Outfits:

Puente Nuevo und drumherum:

Von der Brücke ins Landesinnere:

Bei den restlichen Bildern habe ich den Überblick verloren 🙂 :

Natürlich auch noch ein paar Bilder von unterwegs:

Die üblichen zusätzlichen Informationen:

Wer mal mit dem Motorrad in Andalusien ist, sollte unbedingt die MA 5403 fahren. Eine Megatolle Kurvenstrecke – Allerdings nicht am Wochenende, da ist beim Caminito del Rey zu viel los. Ich hätte heute jedenfalls gern ein Motorrad dabeigehabt.

Geschwindigkeitsbegrenzungen kann man absolut ignorieren – oder man wird selbst zum Verkehrshindernis. Tempo 40 bei einer Baustelle heißt mindestens 70.

Traue nie und auf keinen Fall irgendwelchen Abkürzungen die Google dir als Fußgänger vorschlägt. Google schreibt nämlich nicht dazu, dass es auf der Abkürzung sehr steil nach unten und demzufolge auch wieder sehr steil nach oben geht. Gut, dass ist in Ronda jetzt kein Wunder gewesen, aber nicht das erste mal passiert.

Seit sicher, nach dem Tag habe ich von Wanderungen erst mal die Nase voll. Deshalb lasse ich Sevilla, was eigentlich Morgen auf dem Plan gestanden hätte, raus. Noch einen Tag bei den Temperaturen in einer Stadt halte ich nicht aus. Ich werde also direkt nach Portugal fahren – und mal sehen, was es dann Neues geben wird.

4 Kommentare zu „Cordoba – Caminito del Rey – Ronda“

  1. Wow Birgit, einfach Hammer schöne Eindrücke und danke für deine Reisetagebücher..ich bin so gern von zu Hause unterwegs 🙏Hut ab für deine KM bei den Temperaturen 🤠🥵

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